Stress früher und heute

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Ursprünglich hat uns der Stress schon in der Steinzeit vor Gefahren geschützt. Es gab sehr starke, wirklich lebensbedrohliche Situationen, dafür jedoch nicht so vielfältige. Außerdem gab es den Schutz der Gemeinschaft. Der Stress konnte sich u.a. durch die Bewegung während des Kampfes, oder der Flucht abbauen.

Nun gibt es in unserer heutigen Welt zwar nicht mehr so viele Säbelzahntiger, die uns direkt bedrohen, jedoch immer mehr und vielfältige Situationen, die wir – unbewusst – als bedrohend empfinden. Diese zeigen sich immer dann, wenn unser inneres (Er-)leben, unser Werte, Wahrheiten und Bedürfnisse nicht mehr mit dem äußern (Er-)leben übereinstimmen, oder wenn sich Situationen bzw. Personen, die wir als Kind als bedrohend erlebt haben,  nun scheinbar wiederholen, sich die „alte Angst“ wieder zeigt.

Durch weniger Zeit zum Hineinspüren und ausreichende Möglichkeiten uns abzulenken, nehmen wir den Stress in dem Moment der Entstehung nicht mehr wahr, trotzdem ist er vorhanden.

Die meisten Menschen sind sich nur zu einem Bruchteil über ihre individuellen, stressauslösenden Situationen bewusst. Im Schnitt sind es ca. 4%. 96% unserer Stressmuster befinden sich in unserem Unterbewusstsein und können somit nicht willentlich gesteuert werden.

Wir glauben also nur, dass alles mit uns in Ordnung ist, während in Wirklichkeit der Dauerstress schon in uns wirkt.

Die Dinge, die uns stressen sind vielfältig. Ich versuche, sie so zahlreich wie möglich demnächst hier aufzuführen.


 

This article was written by doris

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